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Stadtteil Breitenholz

Das Dorf Breitenholz wurde 1544 in einer Urkunde der Familie von Wintzingerode erwähnt, hat aber sicherlich schon vorher existiert. Vermutlich lag es lange Zeit wüst. Der Name leitet sich ab von „breites Holz“ (ausgedehnter Wald), dessen Reste noch heute zwischen dem Dorf und der Nachbargemeinde Birkungen zu finden sind. Breitenholz ist ein typisches Angerdorf, dessen Zentrum sich um die Kirche und den Anger (mit Linde) entwickelte. Später dehnte sich das Dorf vor allem in Ost-West-Richtung aus. Die heutige Kirche wurde 1695 errichtet, der Turm später angebaut. Der Altar stammt aus der Klosterkirche der Franziskaner in Worbis. Breitenholz ist seit 1655 Wallfahrtsort. Es wird den Gläubigen ein Gnadenbild aus den 15. Jahrhundert verehrt, welches Maria mit dem Kinde darstellt. Die Wallfahrt findet zum Fest „Mariä Heimsuchung“ statt, am Sonntag vor oder nach dem 2. Juli.
Sehenswürdigkeiten sind neben der Kirche denkmalgeschütze Häuser, der Wasserhochbehälter am Ortsausgang nach Leinefelde sowie der Dorfanger mit Angerlinde. Die kleine Gemeinde hat einige Persönlichkeiten hervorgebracht. So u. a.: Franziskanerpatres Redemtus (Johannes Kullmann 1869 – 1957), Eugenius (Karl Kullmann 1870 – 1922), Nikolas Beykirch (1886 – 1954 ) Mitglied des Oblatenordens, der von 1925 –1939 als Missionar in Südafrika wirkte.