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Unser zusätzlicher Online Eichsfeld-Übernachtungsservice:
Geschichte: Schwere Verwüstungen erlebte die Region während des Bauernkrieges und dann insbesondere in der Zeit zwischen 1618 und 1648, als der Dreißigjährige Krieg auch das Eichsfeld heimsuchte. Die Mainzer Herrschaft endete im Jahr 1802. Im Zuge des
Luneviller Friedens wurde das Kurfürstentum Mainz aufgelöst, und das
Eichsfeld kam zu Preußen. Aber vorerst verblieben die Eichsfelder nicht
lange unter der preußischen Krone. Infolge des französischen Sieges in der
Schlacht bei Jena und Auerstedt okkupierte Kaiser Napoleon 1807 zahlreiche
preußische Besitzungen, darunter auch das Eichsfeld. Am 18. August dieses
Jahres wurde das „Fürstenthum Eichsfeld” per kaiserlichem Dekret dem neu
errichteten Königreich Westphalen zugeschlagen. Nachdem Napoleon besiegt
worden war, änderte sich die politische Lage erneut und das Eichsfeld
wurde 1815 geteilt. Das Untereichsfeld um Duderstadt kam zum Königreich
Hannover und das Obereichsfeld wieder an Preußen. Das Eichsfeld umfasst ein 420 bis 450 Meter hohes Plateau von etwa 1540 km² Fläche, das zwischen den Tälern der Helme und Rhume im Norden, und der Werra im Westen und Südwesten aufsteigt und die Quellgebiete der Unstrut, Wipper und Leine umfasst. Die Täler der nach Westen und Osten gehenden Leine und Wipper trennen das Plateau in zwei Hauptteile. Südlich liegt das größere Obereichsfeld, eine raue Hochfläche, die nach der Werra und Leine mit steilem, zerrissenem Rand abfällt, in der Goburg 566 Meter erreicht und mit Ausnahme einiger Täler und muldenförmiger Vertiefungen weniger fruchtbar ist. Das nördlich von Leine und Wipper gelegene Untereichsfeld ist wärmer und hat einen ergiebigen Lehmboden, insbesondere die Goldene Mark um Duderstadt. Auch im Untereichsfeld erheben sich einzelne Höhenzüge, so das Ohmgebirge, in der Wilden Kirche 523 Meter hoch, nördlich von Worbis; ferner die Bleicheröder Berge, die mit dem Dün das Eichsfelder Tor an der Wipper zwischen Sollstedt und Obergebra bilden. Erlebnisregion Eichsfeld: „Ich weiß nicht, dass ich jemals von der zauberhaften Schönheit eines Erdenfleckens so innerlichst berührt worden wäre“, schrieb der Dichter Theodor Storm vor 150 Jahren über das Eichsfeld. Den Besuchern heute ergeht es ebenso. Gäste genießen eine Fahrt mit der Draisine, welche den Ort Lengenfeld unterm Stein auf einem alten Viadukt in 24 Meter Höhe überquert, sie erleben atemberaubende Radtouren oder besuchen eines der beiden Grenzmuseen. Besonders für Kinder spannend: Das Aussehen und Verhalten der vom Aussterben bedrohten alten Nutztierrassen im Heinz-Sielmann Natur-Erlebniszentrum nahe des für sein Fachwerk berühmten Duderstadt. Mit etwa 1.200 Quadratkilometern ist die Region etwa so groß wie Rügen. In der ursprünglichen Landschaft liegen rund 180 Fachwerkdörfer und –städte. Im Norden erstreckt sich mit der „goldenen Mark“ eine fruchtbare und flachwellige Beckenlandschaft. Darin eingebettet liegt das größte Gewässer der Region, der Seeburger See. Das südliche Eichsfeld besteht in weiten Teilen aus einer Teils schroffen, teils idyllischen Mittelgebirgslandschaft mit Muschelkalk- und Buntsandsteinformationen, welche von tiefen Tälern zerschnitten sind. Entlang der steilen Abbruchkanten wachsen artenreiche Laubwälder. Selbst die Eibe ist noch häufig. Auch kulturell hebt sich das Eichsfeld von seiner Umgebung ab. Das belegen schon die zahlreichen Wallfahrten und Prozessionen. Eine der größten Palmsonntagsprozessionen Europas kann man im Eichsfeld besuchen: Am Sonntag vor Ostern ziehen mehrere tausend Gläubige mit lebensgroßen Passionsdarstellungen singend und betend durch die Straßen von Heiligenstadt. Gerade wegen der Standhaftigkeit im Glauben während zweier gottloser Diktaturen besuchte Papst Benedikt XVI. am 23. September 2011 das Eichsfeld. "Die rund 100.000 Eichsfelder sind traditionell streng katholisch und fest im Glauben. Dass das erzkonservative Landvolk jedwede weltliche Ordnung für mehr oder weniger überflüssig hält, trieb die Genossen zu DDR-Zeiten in den kollektiven Wahnsinn. Auch deswegen kommt der Papst genau hierher." Zitat aus "Stern" http://www.stern.de/panorama/papstbesuch-in-deutschland-das-grosse-hallelujah-in-etzelsbach-1731467.html
Berühmt ist die Region für ihre Wurst, die „Eichsfelder Stracke“. Doch auch den Leinefelder Tafelsenf, Eichsfelder Honig und Käse sowie verschiedene Fruchtsäfte und das regionale Bier sollte jeder einmal probieren. Besuchen Sie unter anderem Gut Herbigshagen – hier pflegt die Heinz-Sielmann Stiftung das Erbe des Naturfreundes und Tierfilmers – und folgen Sie seiner Vision eines grenzübergreifenden Nationalparks entlang des Grünen Bandes. An den Originalschauplätzen seiner filmischen Expedition auf dem ehemaligen Grenzstreifen erleben Sie Sielmanns faszinierende verwunschene Wildnis! Reise in das Mittelalter: Begeben Sie sich auf eine spannende Zeitreise ins Mittelalter. Die Eichsfelder Landschaft um die Burg Hanstein am Grünen Band ist übersät mit geschichtlichen Zeugnissen dieser Epoche sowie geologischen und floralen Besonderheiten. Gönnen Sie sich im Schutz des „Hansteiner Burgfriedens“ genussvolle Tage in historischer Umgebung, mit faszinierender Natur und gelebter Geschichte. Das alte Wirtshaus „Klausenhof“ (ein wahres mittelalterliches Ambiente) am Fuße der Burg hält nach vorheriger Anmeldung folgendes für Sie parat: Begrüßung und Erfrischung am Brunnen, geschichtliche Informationen zum Aufenthaltsort, geführte Wanderung zum Grünen Band mit Sinnesreise und Wildkräuter-Sammlung, Zubereitung eines mittelalterlichen Willkommenstrunkes, abendliches Mahl bei einem Ritteressen, Übernachtung im historischen Schlaflager inkl. Eichsfelder Frühstück nach dem Morgenläuten. Weitere Möglichkeiten: Segelfliegen und Rundflüge (Kurse zum Erlernen des Segelfliegens) in Günterode bei Heilbad Heiligenstadt, Ballonfahrt von Friedland aus mit dem Ballon-Team Göttingen Grenzerfahrung im Eichsfeld: Erleben Sie hautnah den ehemaligen Todesstreifen, völlig gefahrlos, jedoch mit Grusel-Faktor. Zeitzeugen schildern Stasikontrollen, Signalzaun und Sperranlagen der menschenverachtenden Grenze. Genießen Sie anschließend die Freiheit des „grenzenlosen“ Wanderweges am Grünen Band. Das Grenzlandmuseum Teistungen gehört seit 2011 zum Europäischen Kulturerbe. |
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