Startseite

ArchitekTourismus

Übernachtungen

Gastronomie

Kinderurlaub

Traditionelle Feste

Kirche und Glaube

Anreise

Impressum


Leinefelde-Worbis Wandern Bärenpark Burgen Eichsfeld Tourismus


Genusstouren Eichsfeld-Fotoshow Animierte Eichsfeldkarte Ausflugsziele Eichsfeld Eichsfeld-Wanderkarte


Download-Service

               


Unser zusätzlicher Online Eichsfeld-Übernachtungsservice:
Übernachtungen im Eichsfeld über die Seiten des HVE >> Zimmerreservierung im Eichsfeld

Umfassende Informationen zu den Unterkünften im Eichsfeld (Download ca. 28 MB)
Unterkunftskatalog im Eichsfeld: Bitte um Geduld beim Ladevorgang, da ca. 28 MB >>
Eichsfeld-Unterkünfte.pdf

ichsfeld

       
       
       
       
       
       
         
       

Geschichte:
Schon in der Steinzeit wurde die Region, die sich zwischen dem Werratal und dem Harz erstreckt, von Menschen aufgesucht, die sich zum Teil auch für längere Zeit hier niederließen. Eine systematische Besiedlung begann jedoch in den meisten Fällen erst viele Jahrhunderte später. Nach dem heutigen Forschungsstand werden im Eichsfeld drei Hauptsiedlungsperioden unterschieden. Die erste erstreckte sich bis zum Jahr 531, also dem Zeitpunkt, als die Franken gemeinsam mit den Sachsen in der Schlacht an der Unstrut über die Thüringer siegten und damit die Möglichkeit für ihr weiteres Vordringen in diese Region schufen. Die Franken trieben vor allem die Besiedlung der von ihnen eroberten Gebiete voran. Auch im Eichsfeld wurde ein sehr großer Teil der heute noch bestehenden Orte in der Zeit der fränkischen Herrschaft (2. Periode), die bis etwa um 900 reichte, gegründet. Die dritte und letzte Siedlungsperiode dauerte von 900 bis etwa um 1300. Das Eichsfeld selbst trat im Jahr 897 durch eine Urkunde des Kaisers Arnulf von Kärnten, in der der Name „eichesfelden” erstmals genannt wurde, ins Licht der Geschichte ein. Die Historie des Landstriches, der heute den Landkreis Eichsfeld und Teile der Landkreise Unstrut-Hainich, Göttingen und Werra-Meißner umfaßt, ist auf das engste mit der Geschichte der Mainzer Kurfürsten und Erzbischöfe verbunden. Diese übten nahezu 1000 Jahre lang die politische und geistliche Macht über ihre eichsfeldische Exklave aus. Dabei suchten die geistlichen Kurfürsten von Mainz ihre Besitzungen, zu denen schon sehr früh die Stadt Heiligenstadt gehörte, immer weiter auszubauen. So erwarb beispielsweise im Jahr 1294 Erzbischof Gerhard II. von Mainz die Schlösser Gleichenstein, Scharfenstein und Birkenstein von Heinrich IV. von Gleichenstein, der aufgrund finanzieller Problemen seine eichsfeldischen Besitzungen veräußern mußte. Der Begriff „Eichsfeld” wurde dann von den Erzbischöfen auch für die neuen Besitzungen gebraucht, so daß sich das Eichsfeld mehr und mehr bis zu seiner heutigen Gestalt ausdehnte.

Schwere Verwüstungen erlebte die Region während des Bauernkrieges und dann insbesondere in der Zeit zwischen 1618 und 1648, als der Dreißigjährige Krieg auch das Eichsfeld heimsuchte.

Die Mainzer Herrschaft endete im Jahr 1802. Im Zuge des Luneviller Friedens wurde das Kurfürstentum Mainz aufgelöst, und das Eichsfeld kam zu Preußen. Aber vorerst verblieben die Eichsfelder nicht lange unter der preußischen Krone. Infolge des französischen Sieges in der Schlacht bei Jena und Auerstedt okkupierte Kaiser Napoleon 1807 zahlreiche preußische Besitzungen, darunter auch das Eichsfeld. Am 18. August dieses Jahres wurde das „Fürstenthum Eichsfeld” per kaiserlichem Dekret dem neu errichteten Königreich Westphalen zugeschlagen. Nachdem Napoleon besiegt worden war, änderte sich die politische Lage erneut und das Eichsfeld wurde 1815 geteilt. Das Untereichsfeld um Duderstadt kam zum Königreich Hannover und das Obereichsfeld wieder an Preußen.
(Thomas T. Müller, Leiter des Stadtarchivs Heilbad Heiligenstadt)

Das Eichsfeld umfasst ein 420 bis 450 Meter hohes Plateau von etwa 1540 km² Fläche, das zwischen den Tälern der Helme und Rhume im Norden, und der Werra im Westen und Südwesten aufsteigt und die Quellgebiete der Unstrut, Wipper und Leine umfasst. Die Täler der nach Westen und Osten gehenden Leine und Wipper trennen das Plateau in zwei Hauptteile. Südlich liegt das größere Obereichsfeld, eine raue Hochfläche, die nach der Werra und Leine mit steilem, zerrissenem Rand abfällt, in der Goburg 566 Meter erreicht und mit Ausnahme einiger Täler und muldenförmiger Vertiefungen weniger fruchtbar ist. Das nördlich von Leine und Wipper gelegene Untereichsfeld ist wärmer und hat einen ergiebigen Lehmboden, insbesondere die Goldene Mark um Duderstadt. Auch im Untereichsfeld erheben sich einzelne Höhenzüge, so das Ohmgebirge, in der Wilden Kirche 523 Meter hoch, nördlich von Worbis; ferner die Bleicheröder Berge, die mit dem Dün das Eichsfelder Tor an der Wipper zwischen Sollstedt und Obergebra bilden.

Erlebnisregion Eichsfeld: „Ich weiß nicht, dass ich jemals von der zauberhaften Schönheit eines Erdenfleckens so innerlichst berührt worden wäre“, schrieb der Dichter Theodor Storm vor 150 Jahren über das Eichsfeld. Den Besuchern heute ergeht es ebenso.

Gäste genießen eine Fahrt mit der Draisine, welche den Ort Lengenfeld unterm Stein auf einem alten Viadukt in 24 Meter Höhe überquert, sie erleben atemberaubende Radtouren oder besuchen eines der beiden Grenzmuseen. Besonders für Kinder spannend: Das Aussehen und Verhalten der vom Aussterben bedrohten alten Nutztierrassen im Heinz-Sielmann Natur-Erlebniszentrum nahe des für sein Fachwerk berühmten Duderstadt.

Mit etwa 1.200 Quadratkilometern ist die Region etwa so groß wie Rügen. In der ursprünglichen Landschaft liegen rund 180 Fachwerkdörfer und –städte. Im Norden erstreckt sich mit der „goldenen Mark“ eine fruchtbare und flachwellige Beckenlandschaft. Darin eingebettet liegt das größte Gewässer der Region, der Seeburger See. Das südliche Eichsfeld besteht in weiten Teilen aus einer Teils schroffen, teils idyllischen Mittelgebirgslandschaft mit Muschelkalk- und Buntsandsteinformationen, welche von tiefen Tälern zerschnitten sind. Entlang der steilen Abbruchkanten wachsen artenreiche Laubwälder. Selbst die Eibe ist noch häufig.

Auch kulturell hebt sich das Eichsfeld von seiner Umgebung ab. Das belegen schon die zahlreichen Wallfahrten und Prozessionen. Eine der größten Palmsonntagsprozessionen Europas kann man im Eichsfeld besuchen: Am Sonntag vor Ostern ziehen mehrere tausend Gläubige mit lebensgroßen Passionsdarstellungen singend und betend durch die Straßen von Heiligenstadt. Gerade wegen der Standhaftigkeit im Glauben während zweier gottloser Diktaturen besuchte Papst Benedikt XVI. am 23. September 2011 das Eichsfeld.

"Die rund 100.000 Eichsfelder sind traditionell streng katholisch und fest im Glauben. Dass das erzkonservative Landvolk jedwede weltliche Ordnung für mehr oder weniger überflüssig hält, trieb die Genossen zu DDR-Zeiten in den kollektiven Wahnsinn. Auch deswegen kommt der Papst genau hierher."

Zitat aus "Stern" http://www.stern.de/panorama/papstbesuch-in-deutschland-das-grosse-hallelujah-in-etzelsbach-1731467.html

 

                                  

Berühmt ist die Region für ihre Wurst, die „Eichsfelder Stracke“. Doch auch den Leinefelder Tafelsenf, Eichsfelder Honig und Käse sowie verschiedene Fruchtsäfte und das regionale Bier sollte jeder einmal probieren. Besuchen Sie unter anderem Gut Herbigshagen – hier pflegt die Heinz-Sielmann Stiftung das Erbe des Naturfreundes und Tierfilmers – und folgen Sie seiner Vision eines grenzübergreifenden Nationalparks entlang des Grünen Bandes. An den Originalschauplätzen seiner filmischen Expedition auf dem ehemaligen Grenzstreifen erleben Sie Sielmanns faszinierende verwunschene Wildnis!

Reise in das Mittelalter: Begeben Sie sich auf eine spannende Zeitreise ins Mittelalter. Die Eichsfelder Landschaft um die Burg Hanstein am Grünen Band ist übersät mit geschichtlichen Zeugnissen dieser Epoche sowie geologischen und floralen Besonderheiten. Gönnen Sie sich im Schutz des „Hansteiner Burgfriedens“ genussvolle Tage in historischer Umgebung, mit faszinierender Natur und gelebter Geschichte. Das alte Wirtshaus „Klausenhof“ (ein wahres mittelalterliches Ambiente) am Fuße der Burg hält nach vorheriger Anmeldung folgendes für Sie parat: Begrüßung und Erfrischung am Brunnen, geschichtliche Informationen zum Aufenthaltsort, geführte Wanderung zum Grünen Band mit Sinnesreise und Wildkräuter-Sammlung, Zubereitung eines mittelalterlichen Willkommenstrunkes, abendliches Mahl bei einem Ritteressen, Übernachtung im historischen Schlaflager inkl. Eichsfelder Frühstück nach dem Morgenläuten.

Weitere Möglichkeiten: Segelfliegen und Rundflüge (Kurse zum Erlernen des Segelfliegens) in Günterode bei Heilbad Heiligenstadt, Ballonfahrt von Friedland aus mit dem Ballon-Team Göttingen

Grenzerfahrung im Eichsfeld: Erleben Sie hautnah den ehemaligen Todesstreifen, völlig gefahrlos, jedoch mit Grusel-Faktor. Zeitzeugen schildern Stasikontrollen, Signalzaun und Sperranlagen der menschenverachtenden Grenze. Genießen Sie anschließend die Freiheit des „grenzenlosen“ Wanderweges am Grünen Band. Das Grenzlandmuseum Teistungen gehört seit 2011 zum Europäischen Kulturerbe.