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Stadtteil Kaltohmfeld
Der kleinste Ortsteil der Stadt
Leinefelde-Worbis ist mit ca. 500 m über NN die höchstgelegene Gemeinde des
Eichsfeldes und war der Ort in Thüringen, an dem noch ein erfolgreicher
Weizenanbau möglich war.
Letzteres sagt schon genug über die klimatischen Verhältnisse aus, die im
Namen (Kaltes Ohmfeld) gegenüber dem von Kirchohmfeld (Warmes Ohmfeld) ihren
Niederschlag fanden.
Die erste urkundliche Erwähnung von 1418 liegt sicherlich deutlich später
als die Gründung des Ortes.
Im ersten Drittel des 16. Jh. war Kaltohmfeld eine Wüstung.
Unter Anna von Wintzingerode, der Mutter des Ritters Barthold XI. von
Wintzingerode, wurden Ackerbauern aus Adelebsen bei Göttingen für den
Wiederaufbau der Wüstung Hüchelheim und Kaltohmfeld angesiedelt, denen
vermutlich wegen der Erleichterungen für den Aufbau von Höfen und Häusern
Siedler aus anderen Gegenden folgten.
Das „neue“ Kaltohmfeld entstand südöstlich der Wüstungen Hüchelheim und
Streitborn (Strüdesborn).
Mit der Übertragung der Oberlehnsherrschaft über die Besitzungen von
Bodenstein durch den Grafen Volkmar Wolf von Hohnstein an den Kurfürsten von
Mainz im Jahre 1573 kamen die Bewohner Kaltohmfelds unter die Mainzer
Herrschaft, behielten aber wegen der engen Bindungen an die spätere
Grafenfamilien von Wintzingerode den protestantischen Glauben bei.
Bereits 1588 wurde die evangelische Kirche erbaut, die 1655 abgerissen und
neu errichtet wurde (Namenspatron "Johannes der Täufer").
Die Kirche entstand nach der Errichtung der Siedlerhöfe und steht daher, im
Gegensatz zu vielen eichsfeldischen Gemeinden, am Rande des Ortszentrums. |
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