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Zeiten der hl. Messe   Papstbesuch   Glaube im Eichsfeld

Kirche und Glaube im Eichsfeld

Videoclips - Lasershow auf der Burg Scharfenstein anlässlich des Papstbesuches Benedict XVI.
und die Höhepunkte der Papstmesse in Etzelsbach, vormals Amt Scharfenstein

Bitte haben Sie etwas Geduld...(Videoclip ca. 98 MB/18 Minuten)

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Videoclip - Höhepunkte der Papstmesse in Etzelsbach

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Liturgische Elemente im Eichsfeld

Nr. Wallfahrtsort liturgisches Element
  1 Hülfensberg - Wallfahrtskirche Hülfenskreuz, Dr. Konrad-Martin-Kreuz
  2 Klüschen Hagis - Barockkirche Vesperbild (die trauernde Muttergottes)
  3 Heilbad Heiligenstadt 6 Stationen der Leidensprozession
  4 Germershausen - Neuromanische Klosterkirche Gnadenbild: Maria mit dem Kind
  5 Worbis - "St.-Antonius-Kirche" Hl. Antonius
  6 Etzelsbach - neugotische Wallfahrtskapelle Pieta
  7 Breitenholz - Wallfahrtskirche "Mariä Heimsuchung" Gnadenbild: Maria mit dem Kind
  8 Dingelstädt - "Marienkirche" Pieta
  9 Werdigshäuser Kirche - "St.-Cyriakus-Kirche" Hl. Cyriakus
10 Wingerode - "St.-Ignatius-Kapelle" Hl. Ignatius
11 bei Burgwalde - "Brink-Kapelle" H. Bonifatius
12 Wollbrandshausen - "Vierzehnheiligenkapelle" Holzskulpturen der Vierzehn Nothelfer
13 Beberstedt - "St.-Martins-Kirche" Rosenkranzaltar

Der Anfang der Christianisierung begann im 8. Jahrhundert durch die Franken. Bevor das Eichsfeld 1802/03 in den Besitz von Preußen kam, gehörte es etwa fünf Jahrhunderte zum kurfürstlichen Bistum Mainz. Daraus resultiert, dass die Region bis auf einige Ausnahmen katholisch blieb. Das war nicht immer so. Der Impuls religiöser Veränderung, hervorgerufen durch Martin Luther, breitete sich auch über unser Eichsfeld aus. In den meisten Orten hatte die neue Lehre Eingang gefunden. Am 15.Mai 1574 brach Kurfürst und Erzbischof Daniel Brendel von Homburg in Mainz auf, um im Eichsfeld die Gegenreformation zu beginnen. Er visierte Landteile an, besetzte den Oberamtsmann- und Kommissariusposten mit zuverlässigen Männern und gründete das Jesuitenkolleg Heiligenstadt, das zum Mittelpunkt der Gegenreform wurde. Gemäß der Deklaration des Augsburger Religionsfriedens von 1555 (cujus regio – ejus religio/ wessen die Herrschaft – dessen der Glaube), war die Rückführung zum katholischen Glauben 1648 abgeschlossen. Die Herren der Burg Bodenstein blieben protestantisch und damit auch die zum Gericht gehörenden Dörfer Wintzingerode, Kaltohmfeld, Kirchohmfeld, Tastungen und Wehnde. 
Noch heute spiegelt die Stadt Leinefelde – Worbis mit den beiden Stadteilen Leinefelde und Worbis, den Gemeinden Kirch- und Kaltohmfeld, Wintzingerode, Breitenbach, Ferna, Beuren, Birkungen, Breitenholz, das alte konfessionelle Bild wider. Die Kultur des Eichsfeldes wird noch immer von christlichen Werten und Überlieferungen geprägt. Denken wir dabei an die vielen Kirchen, Klöster und Kapellen, aber auch an Grabdenkmäler, Gedenksteine und Wegkreuze.


Im Leben gläubiger Eichsfelder spielen Wallfahrten schon immer eine besondere Rolle, denkt man an die nach Etzelsbach, Dingelstädt, Breitenholz, Leinefelde, Worbis, Hagis, zum Kerbschen Berg, nach Germershausen und zum Höherberg im Untereichsfeld. Im Mittelpunkt des Wallfahrtlebens steht für viele Eichsfelder der Hülfensberg bei Geismar als Regionalheiligtum des Eichfeldes. 

Zu den bedeutendsten Wallfahrten in den letzten Jahrzehnten zählt die Krankenwallfahrt des Bistums Erfurt zur Kirche „St. Bonifacius“ im Juni. Zu den gern besuchten Marienwallfahrtsorten des Eichsfeldes zählt auch die 300jährige Kirche "Mariä Heimsuchung" in Breitenholz. 

Die erste Nachricht über eine Wallfahrt im Eichsfeld stammt aus dem Jahr 1655, in welcher der Abt des Zisterzienserklosters Reifenstein, Joachim Nohr, zu den Pilgern gehörte. Ob es die Reifensteiner Mönche gewesen sind, die die Wallfahrt begründeten, kann vermutet, aber bisher nicht bewiesen werden. 

Wallfahrt zur Klosterkirche „St. Antonius“ im Stadtteil Worbis
1725 erhielt das damalige Kloster eine Antoniusreliquie, deren Verehrung der Wallfahrtsbewegung einen großen Aufschwung brachte. 
Antonius von Padua genießt bis in die heutige Zeit eine Verehrung, wie sie außer für die Gottesmutter Maria kaum ein anderer Heiliger aufweisen kann. Seine Patronate sind ebenso vielseitig wie volksnah. Unserem Land ist es eigen, dass von den Bergen und Hügeln Kreuze als Sinnbild der Erlösung in die Täler und Auen grüßen. An vielen Wegen stehen Bildstöcke. Vielerorts hat frommgläubiger Sinn den nahen Berghang hinauf Stadionsbilder Vom Leiden des Herrn aufgestellt. An stillen Plätzen laden Kapellen oder Grotten zum Beten ein. 

Die Hardtkapelle in Worbis ist ein solches Beispiel. Sie ist Maria Himmelfahrt geweiht. Am Sonntag vor bzw. nach diesem Festtag zieht die Gemeinde in feierlicher Prozession mit dem Allerheilsten zur Hardt hinauf, begleitet von Glockengeläut der Stadtkirche St. Nicolaus und dem Glöckchen der Kapelle, die zum Waldgottesdienst ruft. Nach der Kreuzwegandacht wird das Hochamt unter dem wie ein großes Kirchgewölbe wirkendem Laubdach alter Linden an dem neben der Kapelle stehender Altar zelebriert. 

An den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt finden vielerorts Bittprozessionen statt. Hier treffen sich Gläubige aus Nachbargemeinden, um in gemeinsamen Gottesdiensten und Gebeten um Erhörung ihrer vielfältigen anliegen zu bitten. 

Wie immer gehen die jüngsten Gemeindemitglieder, die Kinder, an der spitze des Zuges. Es ist ein farbenprächtiges Bild, wenn die Prozession über den Klien zieht. Beim Einzug ins Nachbardorf Breitenbach heißt es noch einmal alle Kraft zusammennehmen, um aus voller Kehle mitzusingen. Jeder ist stolz, dabei gewesen zu sein, wenn die Prozession unter Glockengeläut und dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ in Worbis ihr Ziel erreicht. Tags drauf gehen Breitenbacher Wallfahrer den umgekehrten Weg und feiern das Bittamt mit den Worbiser Gastgebern.