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Mittelalterfest und Reise ins Mittelalter:

Begeben Sie sich auf eine spannende Zeitreise ins Mittelalter. Die Eichsfelder Landschaft um die Burg Hanstein am Grünen Band ist übersät mit geschichtlichen Zeugnissen dieser Epoche sowie geologischen und floralen Besonderheiten. Gönnen Sie sich im Schutz des „Hansteiner Burgfriedens“ genussvolle Tage in historischer Umgebung, mit faszinierender Natur und gelebter Geschichte. Das alte Wirtshaus „Klausenhof“ (ein wahres mittelalterliches Ambiente) am Fuße der Burg hält nach vorheriger Anmeldung folgendes für Sie parat: Begrüßung und Erfrischung am Brunnen, geschichtliche Informationen zum Aufenthaltsort, geführte Wanderung zum Grünen Band mit Sinnesreise und Wildkräuter-Sammlung, Zubereitung eines mittelalterlichen Willkommenstrunkes, abendliches Mahl bei einem Ritteressen, Übernachtung im historischen Schlaflager inkl. Eichsfelder Frühstück nach dem Morgenläuten.
Die Burgen und Schlösser in der Region sind: Burg Scharfenstein, Burg Bodenstein, Teistungenburg, Burg Hanstein, Burg Gleichenstein, Burg Großbodungen, Wasserburg Deuna, Schloss Gerblingerode, Schloss Bischofstein (Lengenfeld unterm Stein), Hasenburg.



Das Eichsfeld ist reich an Traditionen, die sich perfekt mit der Moderne verquicken. Und doch herrscht die Sehnsucht, sich einmal im Jahr völlig aus der Gegenwart zu verabschieden und einen Ausflug in längst vergangene Zeiten zu unternehmen, in der Zeit noch nicht Geld war, Autos oder gar Flugzeuge als blanke Utopie galten: Das Mittelalter. Die Gelegenheit zu genau dieser Zeitreise gibt es immer am ersten Wochenende des Augustes auf einer der schönsten Burgruinen, nämlich der Burg Hanstein, wenn Herode und Ritter zum großen zweitägigen Mittelalterfest blasen. Ritter, Burgfräulein, Mönche, Mägde, Barone und Knechte werden sich in trauter Eintracht versammeln, um das Volk mit Spezereyen, Maulgeplapper, Handgeklapper, Narretey und Akrobatik zu verwöhnen, Schalmeien, Rauschpfeifen und Leyern zum Klingen zu bringen.

Historische Informationen zu den Ritterspielen und zum Mittelalter:
Ritterspiele
: Die Ritterspiele (oder Ritterturniere) sind eine Kunstform, die sich aus jenen des europäischen Mittelalters entwickelt hat.

Mit Themen aus dem Leben der seinerzeitigen Ritter (und natürlich auch der Ritterfräuleins) haben sie sich auf Volksbühnen und im Stegreiftheatern bis heute erhalten.

Das Hochmittelalter ist die Blütezeit des Rittertums und des römisch-deutschen Kaiserreichs, des Lehnswesens und des Minnesangs. Man kann diese Ära auch als Zeitalter der Wiedererstarkung Europas bezeichnen, denn die europäischen Staaten entwickeln seit etwa 900 immer mehr Macht. Die Bevölkerung beginnt zu wachsen, Handwerk und Handel werden gefördert und auch die Bildung ist nun nicht länger ausschließlich ein Privileg des Klerus.

In diese Epoche fallen als wahrscheinlich bekanntestes Ereignis die Kreuzzüge, in denen sich der massive Einfluss der seit 1054 gespaltenen Kirche zeigt (siehe hierzu auch Morgenländisches Schisma). Während der Kreuzzüge ziehen immer wieder Heere aus West- und Mitteleuropa in den Nahen Osten, um die dortigen „heiligen Stätten“ von den Moslems zu „befreien“, doch gelingt es den (West-)Europäern nicht, sich dauerhaft dort festzusetzen. Später treten die einstmals religiösen Ziele der Kreuzzüge oftmals zugunsten von Machtgelüsten oder Profitgier in den Hintergrund.

Im Laufe der Kreuzzüge entwickelt sich auch ein Fernhandel mit der Levante, von dem insbesondere die italienischen Stadtstaaten, v.a. die Republik Venedig, profitieren. Mit dem Handel, der dort die Geldwirtschaft an Bedeutung gewinnen lässt und so zum Entstehen einer frühen Form des Kapitalismus führt, finden auch neue oder wiederentdeckte Ideen nach Europa, so wird zum Beispiel Aristoteles zur wichtigsten nicht-christlichen Autorität innerhalb der Scholastik. Vor allem in Mitteleuropa entsteht das Zunftwesen, das die sozialen und wirtschaftlichen Vorgänge in den Städten stark prägt.

Es ist auch die Epoche der Auseinandersetzung zwischen weltlicher und geistlicher Macht im Investiturstreit, welcher die Einsetzung mehrerer Gegenpäpste zur Folge hatte. Die wichtigsten Orden des Hochmittelalters sind neben den Zisterziensern die Bettelorden der Franziskaner und Dominikaner. Daneben entstehen neue christliche Laienbewegungen, die von der katholischen Kirche als häretisch bezeichnet werden, darunter die Glaubensbewegungen der Katharer oder Waldenser. Im Hochmittelalter wird deshalb die Inquisition ins Leben gerufen, um gegen diese sog. Ketzer vorzugehen.

In Nord- und Osteuropa bilden sich im Zuge der fortschreitenden Christianisierung neue Königreiche wie England, Norwegen, Dänemark, Polen, Ungarn und Böhmen. Ebenso entstehen noch weiter im Osten unter dem Einfluss der Wikinger und orthodoxer Missionare aus dem byzantinischen Reich weitere Staaten wie das Kiewer Reich. Während Byzanz durch den vierten Kreuzzug im Jahre 1204 eine entscheidende Schwächung seiner Macht erfährt, wird das Reich der Kiewer Rus im Zuge des Mongolensturms 1223 zerstört; weitere osteuropäische Staaten (vor allem Polen und Ungarn) entgehen nur knapp dem Untergang. Daneben beginnen ab 1000 die nach der islamischen Eroberung verbliebenen christlichen Staaten der iberischen Halbinsel mit der sogenannten Reconquista, also der Rückeroberung des späteren Staatsgebietes von Spanien und Portugal von den Mauren.

Die Bezeichnung „Mittelalter“ bezieht sich in erster Linie auf die Geschichte des christlichen Abendlands vor der Reformation, denn der Begriff wird kaum im Zusammenhang mit außereuropäischen Kulturen verwendet. Im Groben ordnet man das Mittelalter in die Zeit von 500 bzw. 600 n. Chr. bis etwa 1500 ein. Wesentlich konkreter sind jedoch folgende Bezugsdaten:

Das europäische Mittelalter erstreckt sich ungefähr vom Ende der Völkerwanderungszeit (568) oder vom Untergang des weströmischen Kaisertums 476 bis zum Zeitalter der Renaissance seit der Mitte des 15. Jahrhunderts bzw. bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts (bezüglich der Problematik der Datierung des Beginns des Mittelalters siehe Ende der Antike und Spätantike).

Die Datierungsansätze sind nicht immer einheitlich, denn es kommt oft darauf an, welche Aspekte der Entwicklung betont werden und von welchem Land man ausgeht. Stellt man zum Beispiel den Einfluss des Islam in den Vordergrund und blickt eher auf den östlichen Mittelmeerraum als auf Westeuropa, so kann man Mohammeds Hidschra (622) oder den Beginn der arabischen Expansion ab 632 als Ende der Spätantike und Beginn des Mittelalters sehen. Desgleichen gibt es unterschiedliche Datierungsmöglichkeiten für das Ende des Mittelalters, beispielsweise die Erfindung des Buchdrucks (um 1450), die Eroberung von Konstantinopel 1453, die Entdeckung Amerikas 1492, der Beginn der Reformation (1517) oder auch der große Bauernkrieg von 1525.

Fokussiert man einzelne Länder, so kann man auch zu verschiedenen Eckdaten kommen. So endete die Antike am Rhein oder in Britannien aufgrund der dortigen Entwicklungen während der Völkerwanderung deutlich früher als etwa in Italien oder Syrien. Auf der anderen Seite war zum Beispiel zu Beginn des 15. Jahrhunderts in Italien bereits das Zeitalter der Renaissance angebrochen, während man zur gleichen Zeit in England noch vom Mittelalter spricht.